Jahresrückblick 2025: Was mich dieses Jahr wirklich bewegt hat
2025 war für mich kein Jahr der großen Schlagzeilen – sondern eines der stillen, tiefen Veränderungen. Voll. Verrückt. Volatil. Und es war reich an neuen Eindrücken, unerwarteten Begegnungen und Möglichkeiten, die oft ganz anders kamen, als geplant.
Wenn ich dieses Jahr in einem Bild zusammenfassen müsste, dann wäre es kein klarer Weg, sondern eher ein Gelände mit vielen Abzweigungen, kleinen Umwegen und Momenten, in denen ich stehen blieb, um mich neu auszurichten - sowohl persönlich als auch beruflich.
Alte Dinge loszulassen, obwohl die neue Richtung noch nicht wirklich klar war – das war vielleicht das prägendste Motiv dieses Jahres. Dafür brauchte es Mut. Und Energie, um mit Freude in die Unsicherheit zu gehen. Vor allem dann, wenn ich mich auf etwas eingelassen habe, das auf den ersten Blick wenig zielführend wirkte, aber innerlich genau richtig war.
Mein Rückblick auf 2025
🪶 Ein persönlicher Blick auf 2025
Ein solcher Moment war meine Mitarbeit auf dem Campingplatz Le Gurp in Frankreich. Zwei Monate in einem interkulturellen Team, eine neue Sprache, neue Rhythmen, eine neue Form von Arbeit – und das Meer direkt vor der Tür. Diese Zeit hat in mir mehr bewegt, als ich heute vollständig benennen könnte. Sie hat mir gezeigt, wie sehr Zugehörigkeit von Haltung abhängt, wie schnell Heimat entstehen kann, wenn Integration auf beiden Seiten gewollt ist, und wie kraftvoll Umgebung auf innere Balance wirkt. Arbeiten hinter den Dünen, im Wald, mit dem großen Wasser vor Augen – ich kenne kaum einen besseren Ort, um sich selbst zu regulieren.
Ein zweiter Moment war weniger sichtbar, aber nicht weniger wirksam: eine längere Krankheitsphase im September, die mich einmal entleert und damit auch gereinigt hat. Rückblickend fühlt es sich an wie ein inneres Aufräumen. Ein Loslassen von etwas, das ich nicht genau benennen kann, aber dessen Abwesenheit ich bis heute als Leichtigkeit und Ruhe erlebe. Manchmal braucht Veränderung keinen Plan und auch kein Verstehen. Manchmal braucht sie nur den Mut, still zu werden und das Suchen nach dem Warum sein zu lassen.
Der Heiligenfeld-Kongress im Mai 2025 in Bad Kissingen war ein dritter Moment. Lange schon hatte ich eine Teilnahme im Sinn, doch entweder passt der Termin nicht oder ich war schon gebucht. Diesmal war es anders: „Seele im Aufbruch“ war der Titel, der mich in den Bann zog und der nicht zu viel versprach. Denn es war ein Kongress, der nicht Vorträge abspult und mit Häppchen verbindet, sondern es waren drei Tage, die didaktisch das Thema mit rotem Faden durch das Programm nähten. Einstimmung mit Musik, ein Gedicht live vorgetragen, dann die Keynote, danach ein Raumwechsel für die Fragen in der Speakers-Corner – und vieles mehr.
Mein eigentlicher Heiligenfeld-Moment aber kam erst am letzten Tag.
🌱 Was ich 2025 über mich gelernt habe
Das Jahr hat vieles angestoßen – und erst im Rückblick wird sichtbar, was sich darunter wirklich bewegt hat. Drei Lernfelder haben sich dabei deutlich herauskristallisiert.
Das erste wurde mir klar bei den vielen kurzen und längeren Gesprächen mit Besuchern und Vortragenden auf dem Kongress: Austausch auf Augenhöhe findet offline statt. Netzwerken findet offline statt und geht im öffentlichen Raum auch viel unbedarfter vor sich. Dort, wo direkt Resonanz entsteht oder nicht, dort wo Interesse auch über Intuition gesteuert wird und nicht nur über den Geist. Das ist so menschlich wie klar und doch inzwischen so selten, wo nicht nur ein Workshop oder ein Meeting, sondern auch ein Kennenlernen digital möglich ist.
Mit dieser Klarheit ging ich sofort in Aktion: Ich spreche Menschen an, baue Brücken und investiere Zeit und Energie in Beziehungen. Diese Haltung entspricht mir grundsätzlich sehr – aber mein Fokus war seit 2023 voll auf Familie ausgerichtet. Jetzt bin ich wieder aktiv und mir sicher, dass mich das persönlich wie beruflich auf lange Sicht sehr stärken wird.
Das zweite ist eine alte Erkenntnis, die in diesen Zeiten eine neue Dringlichkeit bekommen hat: Wer krank ist, ist krank. Punkt. Und tut gut daran, das vollständig da sein zu lassen.
Ich habe dieses Jahr noch einmal sehr deutlich erlebt, wie viel Heilung dem Körper selbst überlassen werden darf – oft sogar sollte. Was es vor allem braucht, ist eine innere Haltung, die das Kranksein nicht bekämpft, sondern begleitet: präsent bleiben und der eigenen Heilung innerlich nicht im Weg stehen, auch wenn der Kopf tausend andere Pläne hat. Gerade dieser letzte Punkt ist für mich zentral geworden: nicht immer noch etwas tun, sondern bewusst nichts dagegen tun.
Das dritte Lernfeld hat mich nachhaltig begeistert. In Vorbereitung auf den Job in Frankreich habe ich viel mit Apps geübt und Vokabeln gelernt. Mein Sprechen vor Ort war aber eher eine Katastrophe – zumindest in meiner Wahrnehmung.
Dann der Härtetest: täglich mit Menschen arbeiten, die Sprache benutzen müssen, Fehler machen, lachen, wieder versuchen – genau dieser gelebte Alltag hat in kurzer Zeit mehr bewirkt als Jahre der Vorbereitung. Ich habe eine Menge Füllwörter gelernt, wichtige Alltagsfloskeln und damit einfache, neue Zugänge zu einem flüssigeren Sprecherlebnis.
Und vor allem: Ich habe gemerkt, wie sehr echtes Lernen Ressourcen braucht. Nach den Schichten war ich oft erschöpft, obwohl die Arbeit an sich einfach war. Lernen ist kein Kopfthema. Es ist ein Ganzkörperprozess. Eine eigene Erfahrung, die meine Haltung zu Entwicklung und Training einmal mehr bestätigt.
🧗♂️ Die größten Herausforderungen – und was sie mit mir gemacht haben
2025 hatte auch seine dunkleren Räume. Einer davon war eine Phase, in der äußere Sicherheit für mich deutlich ins Wanken geraten ist. Nicht als abstrakte Idee – sondern sehr konkret. Das war herausfordernd. Nicht laut, nicht dramatisch, aber zäh. Und fordernd auf einer Ebene, die man niemandem wünscht.
In solchen Momenten zeigt sich, was innere Arbeit wirklich bedeutet. Ich konnte diese Zeit nicht einfach „wegdenken“. Ich konnte sie nur durchleben. Mit allem, was da war: Anspannung, Wut, Verletztheit, Zweifel, Ohnmacht. Und mit der Entscheidung, mich diesen Gefühlen nicht zu verschließen, sondern ihnen Raum zu geben – ohne mich in ihnen zu verlieren.
Was mir geholfen hat, war genau das, was ich auch in meiner Arbeit immer wieder vermittle: innere Präsenz, körperliche Aufrichtung, bewusste Selbstregulation. Vieles davon geschah nicht im Kopf, sondern über den Körper – mit Atem, mit Bewegung, mit inneren Bildern. Und dort, wo es um Entscheidungen ging, habe ich mir bewusst Unterstützung gesucht. Ein Gegenüber, das Raum hält, Fragen stellt, Klarheit spiegelt. So wie ich es sonst selbst für andere tue.
Rückblickend bin ich dankbar für diese Phase, auch wenn ich sie mir freiwillig nicht ausgesucht hätte. Denn sie hat mein angeborenes Vertrauen in Menschen und ins Leben grundlegend erschüttert und mir darüber gezeigt, wie kostbar dieses Vertrauen ist, und wie schön es ist, es wieder gewonnen zu haben.
Und sie hat mich gelehrt, Verantwortung auch für die unangenehmen Seiten des Business zu übernehmen.
Was mir aus 2025 bleibt
🏆 Worauf ich stolz bin und die besten Entscheidung 2025
Im vergangenen Jahr gab es auch vieles, worauf ich mit leiser, tiefer Zufriedenheit schaue.
Sehr stolz bin ich darauf, dass wir im Herbst – trotz aller Herausforderungen – das Unterwegssein nicht einfach aufgegeben haben. Der Ruf nach Sicherheit, nach einem festen Ort, nach klarer Orientierung war laut und anhaltend. Wir haben das ernst genommen, geprüft, reflektiert – und unseren Weg neu justiert fortgesetzt.
Das war möglich, weil es uns nach einer Weile des dagegen Kämpfens erinnert haben, was es braucht, um im Sturm stabil zu bleiben: nicht starr, hart oder unbeweglich dagegenhalten – sondern flexibel, weich, anpassungsfähig und lebendig mitgehen.
Auch das Abenteuer „Arbeiten in Frankreich“ erfüllt mich mit Stolz. Neben der Arbeit und der Sprache konnte ich viele neue Perspektiven auf Kultur, Feste, Alltag und Lebensgestaltung mitnehmen. Zwei Monate, die mich reicher gemacht haben, als ich es in Zahlen messen könnte.
Dass ich wieder aktiv in Netzwerke gegangen bin, zählt für mich zu den besten Entscheidungen in 2025 und für die kommenden Jahre. Als ein direktes Ergebnis davon werde ich beim Heiligenfeld-Kongress 2026 mit meinem Workshop „Führen aus der Mitte“ selbst als Referent dabei sein. Verrückt, oder?
Ein besonderer Meilenstein war, dass ich mein erstes eigenes einjähriges Führungskräfteentwicklungsprogramm auf den Weg bringen durfte. Und dass dies mit einer Organisation geschieht, die dieses Programm zukunftsweisend als echten Entwicklungsraum versteht – bevor Menschen sich für eine Führungsrolle entscheiden.
🙏 Wofür ich 2025 dankbar bin
Einige Momente, mit denen ich in Dankbarkeit sehr verbunden bin:
Ich bin dankbar für meine Tochter. Und dafür, dass ich mir und ihr so viel gemeinsamen Raum und Zeit schenke. Diese Zeit ist kostbar. Und sie prägt mein Leben mehr, als Arbeit es je könnte.
Ich bin dankbar, dass meine Partnerin (und seit 2024 auch Frau) ihr eigenes Ding in die Welt gebracht hat: Laura begleitet mit Yoga und Breathwork insbesondere Mamas, die von dieser äußeren Praxis und inneren Verbindungsarbeit am meisten profitieren.
Ich bin dankbar für eine Familie, die im Großen und Ganzen gesund ist. Für viele neue Begegnungen im beruflichen wie im privaten Leben – und ganz besonders für den engen Kreis von fünf Männern, mit denen ich seit 25 Jahren unterwegs bin.
Ich bin dankbar dafür, reisen und träumen zu dürfen. Für die vielen kleinen und großen Erfahrungen im In- und Ausland. Und dass ich trotz allem wenigstens einen halben Gig mit meiner ehemaligen Band Bei die Omma spielen konnte.
Ich bin dankbar für die Menschen, mit denen ich arbeiten und lernen darf: für Michel, mit dem ich seit 2023 die Trainings zu gesunder Führung und Resilienz für Neuland Development konzipiere und durchführe. Für die Begegnungen und Gespräche mit Personen, die mich inspirieren, herausfordern und bereichern: in diesem Jahr waren das insbesondere Anita Schmitt, Fritjof Nelting und Prof. Dr. Niko Kohls.
Sehr dankbar bin ich auch für das erst kürzlich durchgeführte Modul „Spiritualität, Mystik, Glaube“ am Volkersberg, das ich als Lehrtrainer des Centrum für Erlebnispädagogik e.V. gestalten durfte. Es bedeutet mir sehr viel, Räume zu schaffen, die tiefere Sinnfragen berühren.
Sehr oft spüre ich Dankbarkeit mitten in meiner Arbeit: wenn sich Menschen in meinen Modulen zu Gesunde Führung oder Resilienz öffnen, wenn sie erzählen, was sie gerade neu sehen, wenn sich etwas verschiebt und leichter wird. In diesen Momenten fühle ich die Wirksamkeit dessen, was ich tue. Und ich weiß: Genau hier bin ich richtig.
Und ich bin mir selbst dankbar. Jedes Jahr aufs Neue. Dafür, dass ich vor inzwischen 11 Jahren dem Impuls gefolgt bin, die Technik hinter mir zu lassen und mich beruflich neu aufzustellen – auch wenn ich damals schon Mitte 30 war. Hier und jetzt – frei nach Wolf Büntig – ist es stimmig und nicht nur richtig. Und das ist so viel mehr.
Mein Blick nach vorn
🔭 Ausblick 2026 – Was anders wird
Mit Blick auf 2026 ist für mich vor allem eines wichtig: mehr bewusste Gestaltung im Alltag.
Deshalb bewahre ich mir meine grundlegende innere Haltung:
Ausgerichtet bleiben: zu wissen wozu ist wesentlich wichtiger als zu wissen was.
Wissenschaft und Weisheit als Maßstab – und daraus Handeln ableiten.
In der Leere öffnet sich das Tor zur Fülle – mit der Pause beginnt das Neue.
Vor allem Neuen gehe ich also in den Pausenraum, der alles hat, was mir guttut: wandernd, alleine, in Stille, ohne Ablenkung unterwegs sein. Bald geht es los mit drei Tagen auf dem Fishermen’s Trail.
Im Alltag werden mir Strukturen helfen. Gerade, weil sie beim Unterwegssein nur zu leicht verloren gehen, werde ich hier ein besonderes Auge auf der Wochenplanung haben. Wobei spontane Strukturen durchaus auch zu meinen Vorlieben gehören :-)
Im Business wird Teil dieser Wochenplanung ein festes Zeitfenster sein, um Netze zu spannen und rumzuspinnen, mit Ideen, Gedanken und Menschen unterschiedlicher Disziplinen.
Um Gesunde Selbstführung und innere Balance wird es nicht mehr nur in Trainings und Coachings gehen, sondern ab 2026 auch in meinem Blog, Newsletter und bei LinkedIn.
Und die Umsetzung meines ersten Onlinekurses bekommt den Raum, den sie jetzt verdient. Die Vorarbeit ist fast abgeschlossen – nun geht es an Bild, Ton und Workbooks. An die eigentliche Gestalt.
🤝 So kannst du 2026 mit mir arbeiten
2026 arbeite ich mit Führungskräften und Unternehmen, für die innere Stärke, mentale Arbeit und eine klare Haltung keine „weichen Themen“, sondern zentrale Faktoren für die Entwicklung deiner Führungs-Kraft sind. Diese Unternehmen kommen aus ganz unterschiedlichen Bereichen: Industrie, Banken, soziale Organisationen.
Im Mittelpunkt meiner Arbeit stehen Workshops, Trainings und Coachings, die genau solche Entwicklungsprozesse fördern. Sehr gern auch als Programme, die Gruppenformate, Einzelcoachings und Onlineinhalte miteinander verbinden. Thematisch geht es dabei immer wieder um Gesunde Führung für dich und dein Team, Resilienz und Gelassenheit und persönliche Entwicklung mit den Big Five.
Ein weiteres Format ergänzt diese Arbeit: mein Onlinekurs „Stress runter, Freude rauf", den ich derzeit final überarbeite. Eine Eintragung auf die Warteliste ist bereits möglich.
Meine Formate sind vielfach erprobt, ich könnte sie „von der Stange“ mit großem Nutzen durchführen. Und trotzdem wird der Mehrwert für Unternehmen und Führungskräfte enorm gesteigert, wenn wir vorab sauber analysieren und einen klaren Fokus setzen.
In der Zusammenarbeit mit mir darfst du meine volle Präsenz erwarten. Wir sprechen nicht über die nächste Fortbildung, sondern über einen nachhaltigen Hebel für Führungs-Kraft und Führungskultur im Unternehmen. Dafür schaffe ich Erfahrungsräume, in denen Entwicklung nicht nur gedacht, sondern erlebt wird: Lernen mit Kopf, Herz und Hand.
🌿 Abschluss
2025 war ein Jahr des Loslassens, Ausprobierens und der stillen Neuorientierung. 2026 wird für mich ein Jahr des Gestaltens.
Wenn du magst, begleite mich ein Stück auf diesem Weg. In meinem Newsletter teile ich Gedanken, Erfahrungen und Impulse zu gesunder Selbstführung, innerer Balance und einer menschlicheren Form von Führung – nicht regelmäßig laut, sondern regelmäßig ehrlich.
Und wenn du 2026 Lust hast auf Austausch, Kooperation oder gemeinsames Denken und Arbeiten: Ich freue mich über jede Begegnung. Lass uns Kennenlernen.